13. Régates de Baquet

das Internationale Badewannenrennen
26. Juni 2005, Völkerschlachtdenkmal

  Die Erfüllung der Sehnsucht nach Unterhaltung, Spaß und Schönheit in der Bewegung!
 
Presse 2005
 


LVZ, 27. Juni 2005

Pack' die Badewanne ein - 13. Régates de Baquet am Völkerschlachtdenkmal
Östrogenial auf dem Teich der Ehre

Alter Schwede! So schnell verwandeln sich also hart gesottene Nordländer in orientierungslose Leichtmatrosen. Hilflos und mehr oder minder manövrierunfähig lässt sich des Wikingers Wanne von Wind und Wellen durch den Freudentränensee im Schatten des Völkerschlachtdenkmals treiben - Navigation Fehlanzeige. Nein, die Skandinavier-Combo vom Team "Ghostrider feat. Ikea" kann dem martialischen Äußeren ihres Drachenschiffs auf dem Teich der Ehre kaum Taten folgen lassen. Zumindest nicht während des Hindernisrennens, der 1. Disziplin der 13. Régates de Baquet. Fehlkonstruktion, wenig eingespielte Mannschaft, mangelnde Kampfeslust?
"Er kann seine Seh-Achsen nicht mehr in meinen Augen zusammenführen", liefert Paul Fröhlich die Erklärung, als das Drachenboot endlich die schwimmende Bühne erreicht und der Kult-Moderator einem der wackeren Kämpen ins Antlitz blickt.
Weniger feucht als fröhlich, in jedem Fall aber besser in Schuss präsentieren sich die Galeeristen der Maria-König-Kapelle. Mit kraftvollen Schlägen ihrer Elektroguitarrenimitatpaddel wuchten sie ihre Wanne durchs seichte Wasser und kaufen den Nordländern schließlich den Schneid ab. Auch "Mac Gyvers Rache", für Neuseeland am Start, fühlt sich pudelwohl im nassen Element. Das aufgeklappte Schweizer Taschenmesser, aus dem neben den üblicherweise verdächtigen Tools auch ein überdimensionaler Hammer und ein Schaumschläger hervorlugen, besticht durch ausgeprägte Schwimmfähigkeit und einen leistungsstarken Schaufelrad-Antrieb. Die Hommage an den alles könnenden Serienstar wirbelt derart schwungvoll durch die Wellen, dass ein Stockentenweibchen vor lauter Aufregung den gefiederten Partner verwechselt.
Den "Östrogenialen Schlickschabracken" ist's wurscht, sie haben ohnehin alles, was an Männlichkeit erinnert, rechtzeitig über Bord geworfen. Hinter dem Team Tapir sichern sich die Matrosinnen beim Hindernisrennen einen Platz auf dem Podium. "Bei uns ist es so gut gelaufen, weil wir ein reines Frauenboot sind", sieht sich Nicole, eine der Nixen, nach dem Wettlauf in ihrer Strategie bestätigt.
Beim abschließenden Wannenstechen fühlen sich die ernüchterten Wikinger bei der Ehre gepackt und geben noch einmal alles: In einem dramatischen Finale boxen die Schweden die italienische Kinder-Camorra eiskalt aus dem Rennen. Sieg für Schweden!
(Sebastian Thomas)

BILD, 27. Juni 2005

13. Badewannenrennen
Die Klatschnasse Völkerschlacht


Leipzig- Das jährliche Badewannenrennen wurde gestern zu einer waschechten Völkerschlacht auf dem Wasser!
25 Crews mit herrlichen bekloppten Namen wie „ De Brandkannen“ und Mac Gyvers Rache“ stachen vorm Völki in See, jedes für eine Nation. „Die Östrogenialen Schlickschabracken“, im Vorjahr noch Sieger, mussten diesmal mit dem Schönheitspreis vorlieb nehmen. Der hätte den ansehnlichen Damen auch für ihren Namen gebührt…
„tapir For EVER rest“ schnappte ihnen vor Tausenden enthusiastischen Zuschauern den Regatta-Titel weg.