15. Régates de Baquet

das Internationale Badewannenrennen
2. Juni 2007, Völkerschlachtdenkmal

  Die Erfüllung der Sehnsucht nach Unterhaltung, Spaß und Schönheit in der Bewegung!
 
Presse 2007
 

Fotos: LEIPZIG:LVE ; Port01

LVZ, 3. September 2007 als pdf

Fröhlich am Juri-Gagarin-Denkmal

14. Badewannenrennen begeistert die Massen und bringt politische Weisheiten zu Tage

Von AXEL GREHL


Es ist Volksfeststimmung am Völkerschlachtdenkmal, oder besser: am Juri-Gagarin Denkmal, wie es Moderator Paul Fröhlich auch nennt. Zum 14. Internationalen
Badewannenrennen der Nato hat sich alles rund um den See vor dem altehrwürdigen Monument in maritime Stimmung gebracht. Um die 18 Teilnehmerwannen herum riecht es
nach allerlei Leckereien, Hans Albers erklingt aus den Boxen und eingefleischte Fans haben sich einen Anker mit Filzstift auf den Oberarm gemalt. La Paloma Ohe bei Bier und Bratwurst ist das atmosphärische Rahmenprogramm für die Berserker, als diese sich
einpaddeln und schon mal ein paar Schlachtrufe fürs Publikum parat haben. Die junge Truppe ist bereits zum dritten Mal dabei und weiß deshalb nur zu gut, wie man sich hier die Kräfte einteilen muss. „Wir wollen in erster Linie Spaß haben, auffallen und Letzter werden. Es ist jedes Jahr ein neues Erlebnis. Dabei sein ist alles“, sagt der gutgelaunte Berserker Carl Schmidt zu den Minimalzielen seiner Crew. Es sei vorweggenommen: Das Ziel werden sie erreichen. Von 18 Badewannen kommt ihr Schiff bei der Regatta mit Abstand als Schlusslicht ins Ziel.

Im „nautischen Orgasmodrom“, wie Paul Fröhlich dem braunen Tümpel vor dem Denkmal höhere Weihen erteilt, sind es die Kanadischen Kampfbiber, die die Ziellinie als erste durchfahren. Den Stempel drücken den 14. Régates de Baquet jedoch nicht die sportlichen Leistungen auf, sondern die Kommentare des sensationell gelaunten Moderators Paul Fröhlich. Bereits beim Einzelzeitfahren hat er nicht nur Aufmunterndes, sondern auch Hohn und Spott parat. „Schauen sie auf das Team Big City Lines. Die Crew kommt ja kaum aus dem Hafen heraus. Dieser Truppe gehört unsere Sympathie. Das sind die Mega-Loser
des Einzelzeitfahrens“, lacht er sehr zur Freude der 13 400 (Angabe des Veranstalters)
Schaulustigen. Lobend erwähnt er die hüfttief im Wasser stehenden Fotografen. „Tolle Leistung, sich für diese Veranstaltung eine Kniescheiben- Knorpel-Unterkühlung zu holen.“
Auf dem Parcours beim Einzelzeitfahren müssen Tiernamen gezeichnet oder pantomimisch dargestellt werden. Für das „Familien Extramobil“ hat Fröhlich viel Zeit, bis dieses weiterfahren darf. „Was soll das denn sein? Ein Fisch und ein Bogen? Mensch, ihr sollt nur Tiere zeichnen, nicht das evangelische Schulzentrum.“ Diesen Wettbewerb gewinnt die Wurzener Recycling-Crew. „Glückwunsch nach Wurzen. Der Sieg beweist, wie international das Rennen ist“, scherzt Fröhlich. Zur olympischen Zeremonie besingt er das olympische Feuer persönlich als Sarastro aus der Zauberflöte. OB Burkhard Jung ist gerührt vom komödiantischen Bass des Moderators. Auch das Stadtoberhaupt geizt nicht mit Witz und rät den Dresdnern, ihr Brückenvorhaben aufzugeben und stattdessen einen Tunnel wie in Leipzig zu bauen. Vielleicht vom Geld der Landesbank Baden-Württemberg, der Paul Fröhlich Kurzsichtigkeit in Sachen SachsenLB unterstellt. „Denen haben wir eine schön schwache SachsenLB vorgegaukelt. Jetzt übernehmen wir die Stuttgarter einfach.“

Das abschließende Wannenstechen gewinnt die „Badewanne des Todes“. Gut gelaunt, versteht sich. Weitere Fotos auf www.lvz-online.de

 

 

LVZ, 18. August 2007 als pdf

Badewannenrennen

Gerüchte um Doping bei Régates de Baquet

Hoch schäumte die Gischt den Verantwortlichen in die seewetter-gegerbten Gesichter. Es regnete, als Moderator Paul Fröhlich und Abgeordnete der Nato am Donnerstag eins der Schiffe zu Wasser ließen, das am 2. September Schmuckstück bei den Régates de Baquet
sein soll: „Das Familien Extra Mobil“ der Stadtwerke Leipzig, die naturgemäß ein besonderes Verhältnis zu Wasser und Zählerständen haben, bietet Platz für mindestens vier Passagiere. Seit zwei Tagen hat es das Prädikat „seetauglich“.

Zum 14. Mal wirbelt das Internationale Badewannenrennen der Nato das Wasser im Bassin vor dem Völkerschlachtdenkmal auf. Und im Vorfeld verstärkt sich das Gemunkel, das Großereignis führe im Windschatten der Tour de France – mehrere Teilnehmer hätten Dopingmittel im Blut und an Bord. Das Statement von Nato-Geschäftsführer Falk Elstermann kann nicht wirklich beruhigen: Er ist für „faires Doping“. Wenigstens die höchste zu vergebende Auszeichnung scheint aufgrund der unverdächtigen Disziplin dopingfreie Zone zu bleiben: der Designpreis. Hinzu kommen spontan verliehene Preise für unvorhergesehene Aktionen. Anders wird’s bei der Hindernisfahrt, der großen Regatta und beim Wannenstechen, bei denen gewisse Aufputschmittel Wunder wirken können. Der erfahrene Paul Fröhlich wird die Sache kritisch beäugen und notfalls Gegenmittel spritzen … MaD

/Anmeldungen fürs Badewannenrennen am
2. September sind noch bis 31. August möglich
auf www.nato-leipzig.de/badewannenrennen/