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Fotos:
LEIPZIG:LVE
; Port01
LVZ, 3. September 2007
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Fröhlich am Juri-Gagarin-Denkmal
14. Badewannenrennen begeistert die Massen und bringt politische
Weisheiten zu Tage
Von AXEL GREHL
Es ist Volksfeststimmung am Völkerschlachtdenkmal, oder besser:
am Juri-Gagarin Denkmal, wie es Moderator Paul Fröhlich auch
nennt. Zum 14. Internationalen
Badewannenrennen der Nato hat sich alles rund um den See vor dem
altehrwürdigen Monument in maritime Stimmung gebracht. Um die
18 Teilnehmerwannen herum riecht es
nach allerlei Leckereien, Hans Albers erklingt aus den Boxen und
eingefleischte Fans haben sich einen Anker mit Filzstift auf den
Oberarm gemalt. La Paloma Ohe bei Bier und Bratwurst ist das atmosphärische
Rahmenprogramm für die Berserker, als diese sich
einpaddeln und schon mal ein paar Schlachtrufe fürs Publikum
parat haben. Die junge Truppe ist bereits zum dritten Mal dabei
und weiß deshalb nur zu gut, wie man sich hier die Kräfte
einteilen muss. Wir wollen in erster Linie Spaß haben,
auffallen und Letzter werden. Es ist jedes Jahr ein neues Erlebnis.
Dabei sein ist alles, sagt der gutgelaunte Berserker Carl
Schmidt zu den Minimalzielen seiner Crew. Es sei vorweggenommen:
Das Ziel werden sie erreichen. Von 18 Badewannen kommt ihr Schiff
bei der Regatta mit Abstand als Schlusslicht ins Ziel.
Im nautischen Orgasmodrom, wie Paul Fröhlich dem
braunen Tümpel vor dem Denkmal höhere Weihen erteilt,
sind es die Kanadischen Kampfbiber, die die Ziellinie als erste
durchfahren. Den Stempel drücken den 14. Régates de
Baquet jedoch nicht die sportlichen Leistungen auf, sondern die
Kommentare des sensationell gelaunten Moderators Paul Fröhlich.
Bereits beim Einzelzeitfahren hat er nicht nur Aufmunterndes, sondern
auch Hohn und Spott parat. Schauen sie auf das Team Big City
Lines. Die Crew kommt ja kaum aus dem Hafen heraus. Dieser Truppe
gehört unsere Sympathie. Das sind die Mega-Loser
des Einzelzeitfahrens, lacht er sehr zur Freude der 13 400
(Angabe des Veranstalters)
Schaulustigen. Lobend erwähnt er die hüfttief im Wasser
stehenden Fotografen. Tolle Leistung, sich für diese
Veranstaltung eine Kniescheiben- Knorpel-Unterkühlung zu holen.
Auf dem Parcours beim Einzelzeitfahren müssen Tiernamen gezeichnet
oder pantomimisch dargestellt werden. Für das Familien
Extramobil hat Fröhlich viel Zeit, bis dieses weiterfahren
darf. Was soll das denn sein? Ein Fisch und ein Bogen? Mensch,
ihr sollt nur Tiere zeichnen, nicht das evangelische Schulzentrum.
Diesen Wettbewerb gewinnt die Wurzener Recycling-Crew. Glückwunsch
nach Wurzen. Der Sieg beweist, wie international das Rennen ist,
scherzt Fröhlich. Zur olympischen Zeremonie besingt er das
olympische Feuer persönlich als Sarastro aus der Zauberflöte.
OB Burkhard Jung ist gerührt vom komödiantischen Bass
des Moderators. Auch das Stadtoberhaupt geizt nicht mit Witz und
rät den Dresdnern, ihr Brückenvorhaben aufzugeben und
stattdessen einen Tunnel wie in Leipzig zu bauen. Vielleicht vom
Geld der Landesbank Baden-Württemberg, der Paul Fröhlich
Kurzsichtigkeit in Sachen SachsenLB unterstellt. Denen haben
wir eine schön schwache SachsenLB vorgegaukelt. Jetzt übernehmen
wir die Stuttgarter einfach.
Das abschließende Wannenstechen gewinnt die Badewanne
des Todes. Gut gelaunt, versteht sich. Weitere Fotos auf www.lvz-online.de
LVZ, 18. August 2007
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Badewannenrennen
Gerüchte um Doping bei Régates de Baquet
Hoch schäumte die Gischt den Verantwortlichen in die seewetter-gegerbten
Gesichter. Es regnete, als Moderator Paul Fröhlich und Abgeordnete
der Nato am Donnerstag eins der Schiffe zu Wasser ließen,
das am 2. September Schmuckstück bei den Régates de
Baquet
sein soll: Das Familien Extra Mobil der Stadtwerke Leipzig,
die naturgemäß ein besonderes Verhältnis zu Wasser
und Zählerständen haben, bietet Platz für mindestens
vier Passagiere. Seit zwei Tagen hat es das Prädikat seetauglich.
Zum 14. Mal wirbelt das Internationale Badewannenrennen der Nato
das Wasser im Bassin vor dem Völkerschlachtdenkmal auf. Und
im Vorfeld verstärkt sich das Gemunkel, das Großereignis
führe im Windschatten der Tour de France mehrere Teilnehmer
hätten Dopingmittel im Blut und an Bord. Das Statement von
Nato-Geschäftsführer Falk Elstermann kann nicht wirklich
beruhigen: Er ist für faires Doping. Wenigstens
die höchste zu vergebende Auszeichnung scheint aufgrund der
unverdächtigen Disziplin dopingfreie Zone zu bleiben: der Designpreis.
Hinzu kommen spontan verliehene Preise für unvorhergesehene
Aktionen. Anders wirds bei der Hindernisfahrt, der großen
Regatta und beim Wannenstechen, bei denen gewisse Aufputschmittel
Wunder wirken können. Der erfahrene Paul Fröhlich wird
die Sache kritisch beäugen und notfalls Gegenmittel spritzen
MaD
/Anmeldungen fürs Badewannenrennen am
2. September sind noch bis 31. August möglich
auf www.nato-leipzig.de/badewannenrennen/
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