Paul Fröhlich  
 
  Die Erfüllung der Sehnsucht nach Unterhaltung, Spaß und Schönheit in der Bewegung!
  Paul Fröhlich - die Legende  

Irgendwann zu einer Zeit, als Leninmappe, Weltbundmarke und Manöver Schneeflocke angesagt sind, wird Fröhlich in die Messemetropole der DDR geboren. Daher rührt wohl auch seine Affinität zu Exaktheit, Siegeszuversicht und antiimperialistischer Solidarität. Schließlich half er mit, Angela Davis und Louis Corvalan zu befreien und verdient sich in monatelanger Arbeit als Wandzeitungsredakteur gesellschaftliches Wohlwollen.

Immer schon am demokratischen Fortschreiten interessiert und beteiligt, war Fröhlich Teilnehmer der Weltfestspiele der Jugend 1973 in Berlin. Mit zunehmendem Altern erschöpfte sich für ihn irgendwann einmal das Schreiben von Liebesbriefen, und nach der Feststellung, dass sein Elternhaus kadermäßig clean war und man nicht immer nur vom Staat nehmen kann, entscheidet er sich für den Weg des deutschen demokratischen Che Guevara - frei nach Jesus Christ Superstar.

Den Zenit seiner militärischen Karriere erreicht Fröhlich nach dem Studium an der Offiziershochschule der Landstreitkräfte "Ernst Thälmann - Sektion Panzerkommandeure" in Löbau. Er wird 1986 Panzerschießmeister der vierten Mot.- Schützendivision mit sowjetischen Kampfpanzern im grenznahen Bereich. Nachdem seine Untersuchungen über die Auswirkung von rhythmischem Granatabschuss auf die männliche Potenz vereitelt wurden, schrieb er seine Kündigung an Armeegeneral Heinz Kessler.

Daraufhin folgen unweigerlich seine ersten Kontakte zur Arbeiterklasse als Niederdruckheizer im Heizhaus an der Querbreite in Leipzig und die ersten Unterrichtsstunden im Stelzenlaufen bei Gerd Voigt.

Sonst gibt es nicht mehr viel zu sagen. Fröhlich ist naTo-Liebhaber seit 1987, was im Umbau des Hauses mit Deputatrussen, die Fröhlich zu Höchstleistungen stimuliert, zum Manifest wird. Er ist bekennender Widder mit einer Schwäche für Frauen, die sagen "ich will...!". Er hat es zu mehrfacher erfolgreicher Vaterschaft gebracht, ist mitrettendes Löffelfamilienmitglied, besitzt eine Lizenz zum Schießen von Feuerwerken mit ausgeprägtem Sinn für farbige Flammen und Herausforderungen. Er schafft es, sich trotz Kurzsichtigkeit auf Stelzen zu halten, und moderiert gelegentlich verschiedene internationale Metall- und
Holzbauworkshops, wie z.B. Prix de Tacot oder Régates de Baquet. Privat ein engagierter Bürger der Messemetropole, wird Fröhlich häufig von der Landeshauptstadt zur Lösung heikler Aufgaben eingekauft.




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"Bei dem Namen Paul Fröhlich klingelt es wahrscheinlich extrem vielen Menschen des mittleren bis reiferen Semesters in den Ohren. Aber hier geht's nicht um den ehemaligen SED-Bezirkschef, sondern um seinen Namensvetter und "Messemetropole-Verbalartisten.
(...) Der gebürtige Leipziger, der schon zu Schulzeiten durch besonders geistreiche Auftritte aufgefallen sein soll und heutzutage unter anderem auch das Seifenkistenrennen, das Badewannenrennen und den naTo-cup moderiert, ist im "normalen Leben" Mitarbeiter beim städtischen Sport- und Bäderamt. Dort organisiert er zum Beispiel Großevents wie das Deutsche Turnfest im Jahr 2002. Zu DDR-Zeiten nahm Paul eine mehrjährige Auszeit von Leipzig und studierte in Löbau Panzerkommandant. Das befähigte ihn im grenznahen Raum Einheiten zu befehligen, was ihm heute als Thomas Gottschalk von Leipzig oft von Nutzen ist. 1986 stellte er dann sein Entpflichtungsgesuch und bekam umgehend den verantwortungsvollen Job eines Niedrigdruckheizers an der "Querbreite" zugewiesen. Ab 1987 sah man Paul Fröhlich dann als kulturpolitischen Mitarbeiter des Kulturhauses Nationale Front, der heutigen naTo. Dort erreichte er mit Hilfe von Deputatrussen die Fußbodensanierung des schon damals die Stadt mit Highlights versorgenden Gebäudes in Eigenleistung. Und wer zu diesen Zeiten in Leipzig lebte, kann diese Leistung nicht hoch genug einschätzen."

(Volly Tanner in der LVZ vom 14.7.2000)