13. Prix de Tacot
das Internationale Seifenkistenrennen
16. Mai 2004, Fockeberg zu Leipzig
  Die Erfüllung der Sehnsucht nach Unterhaltung, Spaß und Schönheit in der Bewegung!
 
Pressestimmen
 



LVZ 17.5.2004

Porsche-Premiere mit schwäbischem Sparsinn
Das 13. Seifenkistenrennen am Fockeberg bot Hightech, halsbrecherische Rennen und hoch amüsante Pannen

Den Flitzpiepen steht der Schweiß auf der Stirn. Nicht, weil die Startrampe des 13. Prix de Tacot halsbrecherisch steil ist. Nicht, weil die mehreren tausend Zuschauer auf dem Fockeberg erwartungsvoll murmelnd auf eine spektakuläre Abfahrt warten. Sondern weil Moderator Paul Fröhlich das Team in der prallen Sonntagnachmittags-Sonne sein Gefährt in die Höhe stemmen lässt und munter über die Sollbruchstellen philosophiert. „Diese Querstange kostet die Schieber den Unterkiefer“, freut er sich.
Fast hätte sich der Mann als Prophet erwiesen – das „Fabula Rasa“ genannte Gefährt übersteht mit Müh und Not die Startrampe. Einige Meter weiter knirscht Metall auf Asphalt, die Lenker-Abteilung verabschiedet sich vom Loungesessel-Fahrersitz. Für die flexiblen Flitzpiepen kein wirkliches Problem: Die Schieber werden blitzschnell zu Trägern – und entscheiden das Zeitfahren auf dem Rondell souverän für sich. Weil der Unterkiefer heil bleibt – und Paul Fröhlich eine Minute Zeitgutschrift spendiert.
Mit ihrem Traum-Ergebnis stellen die Flietzpiepen ohne Probleme Teams in den Schatten, die sonst das Gewinnen gewohnt sind – nicht nur bei Seifenkistenrennen. Zum Beispiel die Equipe der Stuttgarter Sportwagen-Schmiede Porsche, die zum Rennen extra eine Hightech-Seifenkiste, konstruiert und aus den USA eingeflogen haben. Allein der Materialwert des heiligen Schwaben-Blechles – nach Team-Angaben etwa 20.000 Euro, „nicht gerechnet die Forschungs- und Entwicklungskosten“ – dürfte den Rest des Starterfeldes ungefähr hundertfach übertreffen.
Entsprechend vorsichtig geht das Team um Pilot Arnd zu Werke: Die Superkiste wird vorsichtshalber Zeitgetragen. Und Paul Fröhlich feixt: „Ich dachte der Name Porsche stünde für Fahrspaß.“ Dass zur Unterstützung des Teams der Janis-Joplin-Klassiker „Oh Lord, won’t you buy me a Mercedes Benz“ aus den Boxen schallt, ist natürlich auch reiner Zufall. „Da muss Eure Marketing-Abteilung aber geschlafen haben“, juxt Fröhlich – und der Fockeberg jubelt. Denn im Vorfeld des Rennens hatten sich Veranstalter naTo und Villa bei eben dieser Marketing-Abteilung um Sponsoring-Unterstützung bemüht – und hatten auf Granit gebissen. „Vielleicht beim nächsten Mal“, hofft Fröhlich. Und vielleicht landet dann die Motivations-CD, die das Porsche Team selbst mitgebracht hatte, auch tatsächlich im Player. Dann aber müssen die erfolgsgewohnten Stuttgarter vermutlich auf den Sonderpreis für den „besten Soundtrack beim Zeitfahren“ verzichten…
(Lars Radau)

Alle Ergebnisse im Netz unter www.nato-leipzig.de
Fotos auf www.lvz-online.de


Bild Leipzig 17.5.2004

Die schnellste Kiste bleibt ein Porsche
Vollspaß statt Vollgas!
Es war der Tag der Porschejäger. Beim „13. Prix de Tacot“ gab es im Fahrerlager und bei den rund 10.000 Zuschauern nur ein Thema: Ist die Hightech-Seifenkiste von Porsche bezwingbar?
Die Designer des Sportwagenherstellers hatten für das Rennen auf dem Fockeberg weder Kosten noch Mühe gescheut und ein rund 20.000 Euro teures Wunder aus Carbon geschaffen.
Auf der anderen Seite die Leipziger Tüftler, die ihren Ideen freien Lauf ließen. Sie bastelten Flitzer aus Fahrrädern, Autoteilen und Einkaufswagen. Ein ungleicher Wettkampf, den Porsche so nicht gewinnen wollte. Also starteten die Auto-Profis außerhalb der Wertung, sammelten lieber Sympathien als Grand Prix Punkte. Gesamtsieger wurde das Team „Pitcock – des Teufels Steuerknüppel“. Alle Ergebnisse und Fotos gibt’s auf www.nato-leipzig.de.
(Willem A. Tell)