14. Prix de Tacot
das Internationale Seifenkistenrennen
8. Mai 2005, Fockeberg zu Leipzig
  Die Erfüllung der Sehnsucht nach Unterhaltung, Spaß und Schönheit in der Bewegung!
 
Pressestimmen
 



LVZ, 9. Mai 2005

Das härteste Seifenkistenrennen der Welt zog auf dem Fockeberg Hunderte in seinen Bann und in die Haarnadelkurve

Ein Hauch von Monaco und Hockenheim


Sonntagmorgen in Leipzig, ein Gefühl der Anspannung liegt in der Luft: Der Rennsportzirkus ist wieder in der Stadt. Menschen laufen den Fockeberg hinauf, schon Stunden bevor hier die erste Höllenmaschine die Strecke zum 14. Prix de Tacot hinab rasen wird.
Für einen echten Fan der Frauen und Männer in ihren pfeilschnellen Kisten ist es Ehrensache, den Asphalt des Triumphs schon vor dem Rennen abzuschreiten, um in Gedanken die gefährliche Haarnadelkurve zu durchfahren. Und echte Rennsportfans gibt es hier viele. Zu Hunderten strömen sie an die Strecke. Bis zum Mittag hat sich die Fockestraße auch mit jenem Rennsportbeiwerk gefüllt, das man aus Le Mans, Monaco oder Hockenheim kennt. Zahlreiche Imbiss-Buden, Clowns und Helden der Kleinkunst vertreiben den Wartenden die Zeit. Die obligatorischen Boxenluder orientieren sich allmählich in Richtung Fahrerlager.
Dann endlich trudeln die ersten Protagonisten ein, allen voran die favorisierten Porsche-Werks-Teams aus Stuttgart und Leipzig, geben sich betont geheimnisvoll, flüstern kryptische Botschaften in ihre Walkie-Talkies. Es folgen die Herausforderer: ein originalgetreuer AutoUnion-Silberpfeil und ein roter Flitzer mit dem Mustang-Emblem. Auch ein Pferdewagen ohne Gäule, eine Leichenkutsche mit Kapelle oder ein violettes Liebesnest samt Beischlafutensilien rollen heran. Insgesamt 28 Teams nehmen Aufstellung, versuchen Details der gegnerischen Bremsanlage zu erhaschen.
Tosender Jubel, als Moderator Paul Fröhlich die Fahrsicherheit prüft und zum Massenstart bittet. Sind die richtigen Reifen aufgezogen? Schließlich hat es geregnet. Wird die Radaufhängung halten? Der Fockeberg gilt als eine der schwierigsten Strecken überhaupt. Schon bald nach dem Startschuss bleibt mancher mit gebrochener Vorderachse liegen. Seifen-Alfreds Fockekiste (jun.) und Herrenabend (sen.) gewinnen die große Abfahrt, doch am Ende strahlen alle beim 14. Prix de Tacot, dem härtesten Seifenkistenrennen der Welt.
(Matthias Puppe)

BILD Leipzig, 9. Mai 2005

Überraschung auf dem Fockeberg vor 12.000 Zuschauern

Klappriges Damenrad besiegt Porsche-Kiste


Ein altes Damenfahrrad machte Porsche lächerlich…
Gestern war der Tag der Porschejäger. Beim „14. Prix de Tacot“ auf dem Fockeberg gab es im Fahrerlager und bei den Zuschauern nur ein Thema: Sind die Super-Kisten aus der Sportwagenschmiede von Porsche zu bezwingen? Am Ende des 28 Fahrzeuge starken Starterfeldes war klar: JA!
Absoluter Überraschungssieger war das Team „Herrenabend“, das mit einem umgebauten Damenfahrrad in 1:00 Minuten das Zeitfahren vor den beiden Porsche-Seifenkisten (1:03 und 1:06) gewann.
Auch in der Abfahrt war die Kiste nicht zu stoppen, siegte in 1:37 Minuten. Der „fliegende Teppich“ von Porsche Stuttgart landete auf Platz 6 (2:04) und Porsche Leipzig auf Platz 8 (2:29).
Porsches Entschuldigung klang wie die eines Formel-1-Verlierers: „Wir hatten einen schlechten Startplatz und der Wagen wiegt zu viel.“ Ganze 8 Leute braucht es, um den High-Tech-Porsche nach oben auf die Startrampe zu schieben…
Die Siegerkiste wog gerade mal 20 Kilo, verschlang 100 Euro Materialkosten und zehn Arbeitstunden. Erfolgsrezept war ein tiefer Schwerpunkt des Fahrzeuges und schräg gestellte Räder.
(Mechthild Widemann)