16. Prix de Tacot
das Internationale Seifenkistenrennen
24. Juni 2007, Fockeberg zu Leipzig
  Die Erfüllung der Sehnsucht nach Unterhaltung, Spaß und Schönheit in der Bewegung!
 
Pressestimmen
 




LVZ 25. Juni 2007

Pack die Badewanne ein
Seltene und seltsame Gefährte beim 16. Seifenkistenrennen auf dem Fockeberg

Umjubelt, aufgepeitscht, angeheizt – die Stimmung beim 16. Seifenkistenrennen auf dem Fockeberg war gestern wieder mal grandios, ein paar Tausend Begeisterte feierten die Teams. Da kann ein kleiner Seifenkistenpilot schon mal aufgeregt sein. Die Startnummer Acht der Junioren kommt gut von der Rampe, schießt im Zeitfahren auf dem Fockeberg in die Bahn. Aber da: Die scharfe Kurve, die alle Piloten nach der Schussfahrt von der Rampe zu meistern haben – tückisch, gefährlich. Startnummer Acht, der Sahfran-Express, schießt ungebremst in die Absperrung, folgt, wie Moderator Paul Fröhlich ausführt, „dem Ruf der Brennesseln“. Das kostet Zeit und Nerven. Mehr Glück haben „Die blauen Renntiger“. Ohne Panne und mit ordentlicher Zeit geht es durchs Ziel, dazu die Gutschrift (in der Juniorendiziplin werden pro Zahnlücke zehn Sekunden gutgeschrieben). Neun Zahnlücken werden gezählt, am Ende bleibt eine Traumzeit.
„Die blauen Renntiger“ siegen im Zeitfahren der Junioren, bei den Senioren gewinnt das Team „Fünf-Uhr-Tee“. Im Massenstart landen zuvor bei den Junioren die „Fockeberg Fighters“ vorn, bei den Senioren „Bimb mei Glabbrad delüggs“. Tausende Zuschauer säumen wieder die Rennstrecken und genießen die herrlich verrückten Einfälle der Seifenkisten-Konstrukteure. Am Start diesmal auch ein paar waschechte Badewannen. Startnummer Sechs präsentiert eine Seifenkiste mit Bierkistenverkleidung, sämtliche Akteure im rot-weißen Outfit ihres Lieblingsgetränks. Startnummer Acht der Senioren ist ein schöner grüner Drache. Den Gefährten sieht man die Stunden liebevoller Bastelei an, die in ihnen stecken. Die gibt es im Wettbewerb „Sinnschmiede“ auch live zu erleben: In den Disziplinen „Interpretation“, „Technische Realisation“ und „Montageperformance“ ringt hier unter anderem ein Team der HTWK um den Sieg. Ziel: Vor aller Augen ein Fahrzeug herzustellen, das den technischen Ansprüchen des Wettbewerbs genügt.
Vielleicht gibt’s im nächsten Jahr sogar ein ganz besonderes Gefährt zu bewundern. Dem zum Grußwort erschienenen Oberbürgermeister Burkhard Jung versucht Moderator Paul Fröhlich eine Couch abzuluchsen, die bei gewissen Vorgängen im Rathaus eine Rolle gespielt haben soll. Fröhlich erwähnt in dem Zusammenhang die tschechische Sprache. Durch Scherze versucht der OBM, an Boden zurückzugewinnen und kündigt die Eingemeindung von Delitzsch an. Na, ob das so lustig wird …

Markus Wittpenn