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LVZ 25. Juni 2007
Pack die Badewanne ein
Seltene und seltsame Gefährte beim 16. Seifenkistenrennen
auf dem Fockeberg
Umjubelt, aufgepeitscht, angeheizt – die Stimmung beim 16.
Seifenkistenrennen auf dem Fockeberg war gestern wieder mal grandios,
ein paar Tausend Begeisterte feierten die Teams. Da kann ein kleiner
Seifenkistenpilot schon mal aufgeregt sein. Die Startnummer Acht
der Junioren kommt gut von der Rampe, schießt im Zeitfahren
auf dem Fockeberg in die Bahn. Aber da: Die scharfe Kurve, die alle
Piloten nach der Schussfahrt von der Rampe zu meistern haben –
tückisch, gefährlich. Startnummer Acht, der Sahfran-Express,
schießt ungebremst in die Absperrung, folgt, wie Moderator
Paul Fröhlich ausführt, „dem Ruf der Brennesseln“.
Das kostet Zeit und Nerven. Mehr Glück haben „Die blauen
Renntiger“. Ohne Panne und mit ordentlicher Zeit geht es durchs
Ziel, dazu die Gutschrift (in der Juniorendiziplin werden pro Zahnlücke
zehn Sekunden gutgeschrieben). Neun Zahnlücken werden gezählt,
am Ende bleibt eine Traumzeit.
„Die blauen Renntiger“ siegen im Zeitfahren der Junioren,
bei den Senioren gewinnt das Team „Fünf-Uhr-Tee“.
Im Massenstart landen zuvor bei den Junioren die „Fockeberg
Fighters“ vorn, bei den Senioren „Bimb mei Glabbrad
delüggs“. Tausende Zuschauer säumen wieder die Rennstrecken
und genießen die herrlich verrückten Einfälle der
Seifenkisten-Konstrukteure. Am Start diesmal auch ein paar waschechte
Badewannen. Startnummer Sechs präsentiert eine Seifenkiste
mit Bierkistenverkleidung, sämtliche Akteure im rot-weißen
Outfit ihres Lieblingsgetränks. Startnummer Acht der Senioren
ist ein schöner grüner Drache. Den Gefährten sieht
man die Stunden liebevoller Bastelei an, die in ihnen stecken. Die
gibt es im Wettbewerb „Sinnschmiede“ auch live zu erleben:
In den Disziplinen „Interpretation“, „Technische
Realisation“ und „Montageperformance“ ringt hier
unter anderem ein Team der HTWK um den Sieg. Ziel: Vor aller Augen
ein Fahrzeug herzustellen, das den technischen Ansprüchen des
Wettbewerbs genügt.
Vielleicht gibt’s im nächsten Jahr sogar ein ganz besonderes
Gefährt zu bewundern. Dem zum Grußwort erschienenen Oberbürgermeister
Burkhard Jung versucht Moderator Paul Fröhlich eine Couch abzuluchsen,
die bei gewissen Vorgängen im Rathaus eine Rolle gespielt haben
soll. Fröhlich erwähnt in dem Zusammenhang die tschechische
Sprache. Durch Scherze versucht der OBM, an Boden zurückzugewinnen
und kündigt die Eingemeindung von Delitzsch an. Na, ob das
so lustig wird …
Markus Wittpenn
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