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die nato-Fassade

 


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naTo-Fassade

Was wird aus dem Schriftzug "NATIONALE FRONT"?

Im Sommer 2006 haben wir das Gebäude der naTo neu angestrichen. Im Zusammenhang mit dieser Verschönerungsaktion haben wir die Idee eines Lichtkastens über dem Eingang endlich umsetzen können. Die Anregung hierfür bekamen wir durch ein Tourposter des englischen Musikers Richard Hawley, das ihn vor einem New-Yorker Konzerthaus zeigt, über dessen Eingang eine ähnliche Lichtwerbung zu sehen ist. Das fanden wir gut, weil es zum naTo-Eingangsrondell passt und die Information unserer Besucher über aktuelle Veranstaltungen verbessert.

Die zweite wesentliche Aufgabe bei der Fassadengestaltung war eine Veränderung des Schriftzuges "NATIONALE FRONT" über dem Eingang. Über den Umgang mit diesem Stück Vergangenheit gab es ausführliche Debatten innerhalb des Teams. Einerseits ist unser Haus als Kulturhaus der Nationalen Front in der DDR der 50er Jahre entstanden und hat als solches bis zu seiner subversiven Umwidmung in den 80ern gedient. Und die Zeichen lebendiger Geschichte halten wir für absolut bewahrenswert - eine Sichtweise, die uns bereits bei der Sanierung der Löffelfamilie antrieb. Andererseits war es befremdlich, über Jahre hinweg von französischen Besuchern immer wieder mit der gleichnamigen rechtsradikalen Vereinigung in Frankreich in Verbindung gebracht zu werden. Das wollten wir ändern. Die Lösung sollte eine Art Scrabble sein, bei dem wir die Original-Buchstaben verwenden, aber in anderer Reihenfolge anbringen, so dass lediglich das Wort "N A T O" als nachvollziehbare Aussage bleibt.


Beim Beginnen der Maleraktion stellten wir leider fest, dass die Buchstaben völlig durchgerostet waren und nur noch von rudimentär vorhandenen Befestigungsstreben an ihrem Platz gehalten wurden. Wir haben erst einmal alle Buchstaben vorsichtig abgebaut und sie einem befreundeten Metallgestalter übergeben, der nun schaut, was er davon noch retten kann. Das Ergebnis wird man hoffentlich bald am angestammten Platz betrachten können.

 

   
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