»(un)sichtbar« | TanzZenit e.V.

Theater @ naTo Saal Fr 29.05 10:30 Einlass: 10:15

Das Tanzprojekt »(un)sichtbar« widmet sich der Frage, wie Menschen mit Beeinträchtigung in unseren Sozialräumen wahrgenommen werden: zwischen Aufmerksamkeit und Übersehenwerden, zwischen Neugier und echter Teilhabe.
Das Tanzstück, das am 28. Mai auf der Bühne der naTo Premiere feiert, ist der zweite Teil eines Kooperationsprojekts von tanzZenit e.V., dem Werkstufenzentrum Mahlmannstraße und der naTo. Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3. Werkstufe entwickeln dabei in partizipativer künstlerischer Arbeitsweise ihr eigenes Tanzstück.
Der Weg auf die Bühne begann bereits draußen im Stadtraum. Die Teilnehmenden erkundeten Orte in ihrem Umfeld. Orte, an denen sie lernen, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. Sie stellten sich selbst und ihre Perspektiven vor und machten sichtbar, was sonst oft unbeachtet bleibt. Dort entstanden kleine tänzerische und kreative Interventionen, Momente, in denen sich die Teilnehmenden bewusst sichtbar machten. Die Begegnungen wurden filmisch festgehalten und sind im Rahmen eines geführten Spaziergangs über QR-Codes weiterhin abrufbar.
Jetzt richtet sich der Blick auf die Bühne. Im Tanzstück »(un)sichtbar« werden Erfahrungen von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit körperlich erzählt. Wie fühlt es sich an, angeschaut zu werden? Wann fühlt man sich übersehen? Wie kann man Teil einer Gemeinschaft sein, ohne zum Objekt der Neugier zu werden?
Zwischen Sichtbarkeit und Rückzug, Selbstbewusstsein und Verletzlichkeit entsteht ein Tanzstück, der eines deutlich macht: Menschen mit Beeinträchtigung wollen gesehen werden – nicht angestarrt, sondern selbstverständlich wahrgenommen.
Denn am Ende bleibt ein gemeinsamer Wunsch: sichtbar zu sein. Gleichberechtigt. Als selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen von »Kultur macht stark« sowie »Chance Tanz« einer Initiative von Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e.V. gefördert.

Eintritt: frei