Gewappnete Stadt – Spurwechsel in der Klimadiskussion

In einer Zeit, in der wir beginnen, die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels immmer mehr zu spüren, möchten wir mit unserem Projekt „Gewappnete Stadt“ herausfinden, wie eine lokale, pragmatische, kollektive und in gewisser Weise zuversichtliche Perspektive auf den Klimawandel aussehen kann. Um uns für das Leben in der Krise zu wappnen, fragen wir dabei, wie wir bei all den Unwägbarkeiten, die durch den Klimawandel auf uns zukommen, handlungsfähig werden und in Leipzig eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten.

Dabei möchten wir einseits Maßnahmen in den Blick nehmen, die dazu beitragen, den Klimawandel aufzuhalten oder abzumildern, andererseits aber auch Maßnahmen betrachten, die die Auswirkungen wie beispielsweise Extremwetter.
Aufgrund dessen will das Projekt konkrete Themen wie städtische Begrünung, Wasserversorgung, Kühlräume, Brandvorsorge oder Hochwassersschutz in den Blick nehmen, also Präventionsmaßnahmen, die jetzt in Gang gebracht werden müssen, um uns in naher Zukunft vor den durch den Klimawandel ausgelösten Krisen zu schützen. Darüber ist es unser Ziel, einen Grundstein für ein neues Netzwerk aus Vereinen, Initiativen und Nachbarschaftskollektiven zu legen, die in den Krisensituationen essentiell sein werden.

Diskussion in der Cinémathèque
Diskussion in der Cinémathèque
Comic Panels
Comic Panels
Comic im Entstehen
Comic im Entstehen
Comic Workshop
Comic Workshop
Comic Workshop
Comic Workshop
Podium im Oberlichtsaal der Stadtbibliothek
Podium im Oberlichtsaal der Stadtbibliothek

Projektverlauf:

Das Projekt startete Anfang September 2025 im Rahmen des mehrtägigen Comic-Workshops „Comics4Future“ mit dem Berliner Comiczeicher Peter „Auge“ Lorenz und Jugendlichen aus Leipzig. Unter dem Motto „Sturmfrei. Nicht mehr lange“ gelang es den Beteiligten, einen künstlerischen Zugang zu einem schwierigen Thema zu finden und dadurch eine intensive Diskussion anzustoßen.

Im Dezember organisierten wir einen offenen Gesprächsabend im Saal der Cinémathèque Leipzig. Mit Tadzio Müller konnte einer der renommiertesten Klimaaktivisten im deutschsprachigen Raum als Referent gewonnen werden. Die Veranstaltung mündete in eine ausführliche und engagierte Publikumsdiskussion zur Frage, wie „Solidarität im Klimakollaps“ politisch und insbesondere zivilgesellschaftlich gestaltet werden kann.

Dieser aktivistischen Perspektive stellten wir in enger Kooperation mit dem BUND Leipzig einen lokalpolitischen Programmpunkt gegenüber. Im Oberlichtsaal der Stadtbibliothek Leipzig organisierten wir den Diskussionsabend „Status Quo Klima“ mit Vertreter*innen lokaler klimapolitischer Akteure und Initiativen (BUND Leipzig, NABU, Stadtförster, Scientists for Future; Leipzig Pflanzt).

Die Ergebnisse des Workshops sind ab März 2026 in einer Ausstellung im naTo-Foyer zu besichtigen.

Dieses Projekt wird gefördert durch das Kulturamt Leipzig und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.